Jugendfeuerwehr gewinnt erneut den Preis der Unfallkasse NRW

Ausgezeichnete Idee: Mit einem aus ihren Reihen gewählten Sicherheits-Assistenten bringen die Feuerwehr-Nachwuchskräfte aus Borgholzhausen das Thema deutlich voran. Die preisgekrönte Idee ist landesweit zur Nachahmung empfohlen

 

Borgholzhausen (AG). Sich regelmäßig mit den Unfallverhütungsvorschriften zu beschäftigen, ist ein wichtiger Teil der Ausbildung von Feuerwehrleuten – egal welchen Alters sie sind. Aber vermutlich ist dieses Thema nicht das spannendste, mit dem man einen Dienstabend gestalten kann. Doch auf die freiwilligen Helfer in vielerlei Nöten und Gefahren warten bei ihren Einsätzen viele mögliche Gefahren. Vor allem dann, wenn der Gedanke, anderen zu helfen, die Notwendigkeit verdrängt, zunächst an die eigene Sicherheit zu denken.

Acht Feuerwehrleute, 1500 Liter Wasser und 120 Liter Schaum

Löschzug Bahnhof: Mit dem nagelneuen HLF 20 hat die Stadt dem Löschzug ein Fahrzeug modernster Baureihe an die Hand gegeben. 367000 Euro hat das HLF 20 die Kommune gekostet. Bestens investiertes Geld, waren sich alle Anwesenden einig 

 

Er wanderte am Samstagabend von Hand zu Hand. Erst überreichte Bürgermeister Dirk Speckmann den Schlüssel für das neue HLF 20 an Stadtbrandinspektor Udo Huchtmann. Der übergab ihn an Löschzugführer Stefan Schlü- ter, ehe das kleine Schlüsselbund schließlich in die Hände von Gerätewart Reinhard Meyer geriet. Letzterer tat, was seine Aufgabe ist – und überprüfte die Funktionen des neuen Löschfahrzeuges. Ein kurzerKnopfdruckund schnell war allen Anwesenden in der großen Fahrzeughalle klar: Martinshorn und Blaulicht funktionieren einwandfrei. Knapp drei Jahre lang haben die Kameraden des Löschzuges Bahnhof auf den Ersatz für das in die Jahre gekommene RW1 gewartet. Bereits im Dezember – quasi als Weihnachtsgeschenk – war es ausgeliefert worden. Am 23. Januar wurde das knapp acht Meter lange und 3,30 Meter hohe Fahrzeug in Betrieb genommen. Inzwischen hat es bereits 20 Einsätze erlebt.

Feuer im Wald am Hamlingdorfer Weg

40 Einsatzkräfte vor Ort: Aus ungeklärter Ursache brennt es auf einer Fläche von einem Hektar

 

Borgholzhausen (HK). Die Brandserie rund um den Wichlinghauser Weg reißt nicht ab. Wenige Tage nach dem Brand einer Schilffläche sowie einem Feuer neben einem Wertstoffcontainer und nur gut 26 Stunden nach dem Brand eines Strohlagers oberhalb der Heidbrede mussten die Feuerwehrleute gestern um 16.50 Uhr erneut diese Richtung einschlagen.

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„Von selbst hat sich das nicht entzündet“

 

Borgholzhausen (aha).

Die Rauchsäule war von Weitem zu sehen, und die Kameraden der Löschzüge Stadt und Bahnhof hatten mehrere Stunden zu tun, das Feuer zu löschen: Aus noch unbekannter Ursache ist gestern gegen 13.30 Uhr ein großes Strohlager am Waldrand oberhalb der Heidbrede in Brand geraten. Weil es an dieser abgelegenen Stelle keinen Hydranten gibt, musste das Löschwasser über einen Pendelverkehr vom Ravensberger Stadion herangefahren werden. Von den 70 Großballen blieben am Ende nur noch verkohlte Reste. Dem Landwirt, dem das Stroh gehörte, dürfte ein erheblicher Sachschaden von mehreren tausend Euro entstanden sein. Dass sich das Feuer nicht von selbst entzündet hat, steht für Einsatzleiter Jens Eickmeyer fest. In letzter Zeit hatte die Feuerwehr mehrfach in der Gegend zu tun: Ende März musste sie am Wichlinghauser Weg erst einen Kleinbrand hinter einem Wertstoffcontainer, dann eine brennende Schilffläche löschen. Ob die Brände zusammenhängen, steht nicht fest.