Wohnungsbrand in Borgholzhausen

Für 51-Jährige kommt jede Hilfe zu spät

 

Kreis Gütersloh (gad). Nächtliches Drama in Westbarthausen: Beim Brand eines Wohnhauses in dem Borgholzhausener Ortsteil ist in der Nacht zum Mittwoch eine 51-jährige Frau ums Leben gekommen. Ihr 56-jähriger Ehemann wurde mit schweren Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Eine 29-jährige Frau erlitt eine leichteRauchvergiftung.

2013-03-14 glocke 001Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Die Brandexperten der Polizei ermitteln. Das Haus brannte komplett aus. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf rund 500 000 Euro.

Beim Ausbruch des Feuers gegen 23.30 Uhr im Obergeschoss des Gebäudes hielten sich in dem Wohnhaus sieben der neun dort gemeldeten Personen auf. Bewohner hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Der Wohnungsinhaber, der vergeblich versucht hatte, seine Frau aus dem Gebäude zu retten, sowie fünf weitere Menschen aus zwei anderen Wohnungen hatten sich bereits in Sicherheit gebracht, als die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Oberste Priorität war die Menschenrettung, denn bereits bei der Anfahrt sahen die Feuerwehrmänner Flammen aus dem Dach schlagen.

Drei Atemschutztrupps drangen über das Treppenhaus und über Leitern in das Obergeschoss ein. Auf einer Treppe fanden die Helfer die 51-Jährige. Trotz intensivster Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb die Frau auf dem Weg ins Krankenhaus. Zur Betreuung der Angehörigen und der Helfer waren das Team der Notfallseelsorge und ein Feuerwehrseelsorger vor Ort.

Etwa 110 Einsatzkräfte der Feuerwehrlöschzüge Borgholzhausen-Stadt, Borgholzhausen-Bahnhof, Bockhorst, Versmold und Dissen kämpften gegen die Flammen. Rund 25 Fahrzeuge, darunter Drehleitern und Großtanklöschwagen, waren im Einsatz. Erschwert wurden die Arbeiten durch immer wieder fehlendes Löschwasser und den massiven hölzernen Innenausbau im Gebäude. Die Flammen dehnten sich schnell aus. Da es in der Region kein Hydrantennetz gibt, wurden zwei benachbarte Teiche zur Wasserentnahme genutzt. Zudem waren Tanklöschfahrzeuge im Einsatz. Mehr als 2000 Meter Schlauchleitung wurden verlegt. Probleme bereitete das gefrierende Löschwasser. In kurzer Zeit bildete sich rund um die Einsatzstelle eine gefährlich glatte Eisfläche.

 

Quelle: Die Glocke

 

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Die Glocke vom 14.03.2013 Beliebt
Autor Die Glocke Webseite Webseite Datum 14.03.2013 Sprache  Deutsch Dateigröße 1.39 MB Download 825 Download