Brandermittler rücken jetzt vor

 

Borgholzhausen (AG). Vor gut drei Wochen brannte es im Eloxierwerk der Firma Schüco an der Bahnhofstraße. Die Ursache ist bislang noch ungeklärt, doch das wird sich vielleicht schon heute ändern, denn die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei können jetzt endlich etwas näher an den Brandherd herankommen.

Ermittlungen_zur_Ursache_des_Großfeuers_nicht_abgeschlossen

Großfeuer bei Schüco:

Die Kriminalpolizei verschafft sich gestern besondere Ausblicke auf den Brandherd. Angaben zur möglichen Ursache werden allerdings erst ab heute erwartet. Der Schaden droht noch deutlich größer zu werden

Borgholzhausen. Die Zeichen bei Schüco Alu Competence in Borgholzhausen stehen derzeit auf Veränderung. Das betrifft insbesondere den Bereich der Leitung des Standorts. Frank Wegener ist der neue Mann an der Spitze, während sein Vorgänger Peter Thoelen künftig weniger Verantwortung trägt und nur noch projektbezogen arbeiten wird – siehe dazu auch den untenstehenden Kasten.

Großbrand bei Schüco: Doch die Hitze des Feuers treibt den größten Teil der Rauchs hinauf in den Himmel. Dort verteilen sich die Gase rasch – vor allem, wenn der Wind bläst.

Gefahr für die Gesundheit?

Nach dem Großbrand: Die Kripo kann die Eloxierhalle von Schüco wegen Instabilität noch immer nicht betreten. Giftige Gase gibt es allerdings dort nicht mehr, sagen Experten


Borgholzhausen. Meterhoch lodernde Flammen, von denen schwarzer Rauch in den Himmel aufsteigt. Die Warnung der Feuerwehr, sich dem Brandherd zu sehr zu nähern. Dazu der Gestank des katastrophalen Feuers, der im Hals kratzt: Es gab mehr als genug Gründe, am Sonntagabend wegen möglicher Gesundheitsgefahren durch das Feuer besorgt zu sein. Es war jedoch kein besonderer Grund zur Sorge für Christian Herden – und der ist der Leiter des ABC-Zuges des Kreises Gütersloh.

Schüco lässt aufräumen

Nach dem Großbrand: Einsturzgefährdete Teile des Gebäudes werden entfernt. Das dient auch der Vorbereitung für den Einsatz der Brandermittler der Polizei

 

Borgholzhausen. Es ist noch keine Woche her, dass Hunderte von Feuerwehrleuten den Großbrand bei der Firma Schüco bekämpften. Mit beeindruckendem Tempo stürzte sich das Unternehmen in die Aufgabe, die Produktion so schnell wie möglich wieder ins Laufen zu bringen und die Mitarbeiter an anderen Standorten des Aluspezialisten einzusetzen. Und dieses Tempo soll offenbar auch bei der Bewältigung der Brandfolgen beibehalten werden.

Brandschutz hat funktioniert

Großbrand bei Schüco: Ein Viertel der Produktionshalle ist total beschädigt, der Schaden geht in den zweistelligen Millionenbereich. Die Brandursache bleibt zunächst rätselhaft, weil die Ruine noch nicht betreten werden kann

 

Borgholzhausen. Als sich Montagfrüh der Rauch nach dem Großbrand verzogen hat, ist schon vieles klarer geworden. Doch die viele Menschen besonders interessierende Frage nach der Ursache des verheerenden Feuers bleibt erst einmal unbeantwortet. Die Experten der Kripo können die Halle derzeit nicht betreten, weil die Einsturzgefahr zu groß ist. Hier ist zunächst einmal ein Statiker gefragt.