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Silberhochzeit mit der Feuerwehr

Es war nichts Geringeres als ein organisatorischer Kraftakt, dem sich die Kameraden der Feuerwehr da am Freitagabend gegenübersahen. Regularien für drei Jahre galt es abzuarbeiten. Für den Leiter der Feuerwehr, Udo Huchtmann, war es die letzte Versammlung.

 

Borgholzhausen. „Ich bin seit 48 Jahren in der Feuerwehr“, erzählt Udo Huchtmann. „Nach 24 Jahren“, findet er, „müssen mal jüngere Kameraden ran.“ 24 Jahre – und damit fast ein Vierteljahrhundert – umfasst der Zeitraum, in dem der 59-Jährige nun schon als Leiter der Feuerwehr in der Lebkuchenstadt Borgholzhausen fungiert. Wenn im Herbst der runde Geburtstag naht, will er dieses Amt in guten Händen wissen. Dafür wurden am Freitagabend die Weichen gestellt.

2022 06 07 hk 001 250pxZu den Regularien gehörte nämlich, dass die anwesenden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen einer sogenannten Anhörung ein Meinungsbild für einen möglichen Nachfolge-Kandidaten abgeben konnten. Mit großer Mehrheit wurde dabei der stellvertretende Löschzugführer Bahnhof, Alexander Schlüter, ins Spiel gebracht. Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper obliegt es, dem Rat der Stadt Borgholzhausen den Vorschlag zu unterbreiten. Ende Juli könnte der Rat über so einen Vorschlag befinden.

„Wir haben uns diesmal auf die Ehrungen konzentriert“, erläuterte Udo Huchtmann zudem, warum die Jahreshauptversammlung angesichts von drei Jahren, über die diesmal zu befinden war, anders verlief als gewohnt. „Wir hatten aber auch keine außergewöhnlichen Einsätze“, blickte Udo Huchtmann zumindest mit einem lachenden Auge auf die Corona-Hochphase zurück. Dienst ohne jegliche Einschränkung nämlich – das ist bei der Feuerwehr tatsächlich erst seit Anfang Mai wieder möglich. „Wir haben eine Impfquote von nahezu 100 Prozent“, ist Udo Huchtmann durchaus stolz. 73 aktive Kameraden gibt es derzeit, 42 im Löschzug Bahnhof, 31 im Löschzug Stadt. „Es dürften gerne mehr sein“, merkt der Leiter der Feuerwehr an.

2022 06 07 hk 002Bürgermeister Dirk Speckmann und Dietmar Holtkemper, dem Kreisbrandmeister, oblag es, die Ehrungen vorzunehmen, und das jeweils gesondert für die Jahre 2020, 2021 und 2022. Seit 25 Jahren sind Jens Eickmeyer und Volker Doht (2020) bei der Feuerwehr. 35 Jahre verrichten Jörg Elbracht und Thomas Grethe ihren Dienst. Im Jahre 2021 feierten Christian Kaup, Manuel Schwager und Andreas Thöle ihre Silberhochzeit mit der Feuerwehr. Sie alle erhielten das entsprechende Ehrenzeichen und eine Urkunde.

Seit beinahe 44 Jahren ist Ralf Johannböke auch bereits als Atemschutzträger im Löschzug Bahnhof im Einsatz. Eine Zeitspanne, die einen besonderen Applaus verdient hat.

2022 06 07 hk 003Für manch einen Kameraden hieß es nach langer Einsatzzeit nun aber auch Abschied nehmen. So wurden Wilhelm Wesselmann – nach 52 Jahren bei der Feuerwehr – Reinhold Beck, Ulrich Steiner, Manfred Droese und Michael Schlenz in die Ehrenabteilung verabschiedet. „Kämpft gegen die zunehmende Bürokratisierung in der Feuerwehr“, gab Wilhelm Wesselmann in seinen Abschiedsworten den Kameraden mit auf den Weg. „Haltet weiter zusammen. Und kümmert euch um die Jungen.“

Für die Jugendfeuerwehr sieht es da günstig aus. Denn in Stine Anger, Julian Bohle, Jakob Brinkmann, Livio Dunga, Baran Erdogan, Markus Giese, Marlon Giese, Antzonia Kotanidi, Jannis Michel, Louis Renner, Mattis Slotta, Johannes Thöle und Annalena Warning gab es gleich 13 Neuaufnahmen. Sie werden fortan von Jürgen Haß, Katharina Thöle und Dorthe Grönemeyer angeleitet. Bereits 2020 hatte es einen Führungswechsel gegeben, nachdem Christian Fißmeyer und Tim Possehl ihre Funktionen abgaben. Im Kürze werden die Piumer übrigens Gastgeber des Kreisjugendfeuerwehrtages sein.

 

Ausgezeichnete Feuerwehr-Kameraden

  • Gleich für drei Jahre wurden am Freitag Ehrungen ausgesprochen.
  • Für das Jahr 2020 gingen die Ehrungen des Verbandes der Feuerwehren (VdF NRW) an: Danny Wrona, Melvin Deppe, Frederic Eck und Ute Daum (jeweils 10 Jahre). Für 40 Jahre wurde Christian Singenstroth geehrt. Für 50 Jahre gingen Auszeichnungen an Wilhelm Wesselmann und Helmut Müller. Die Sonderauszeichnung für 60 Jahre erhielt Fritz Strothjohann.
  • Für das Jahr 2021 erhielten die Sonderauszeichnungen Falko Brömmelsiek, Tim Possehl, Till Ziegert und Christoph Windhager (jeweils 10 Jahre). 40 Jahre im Dienst sind Hartmut Friedrich, Volker Menkhoff, Klaus Thomas und Jan Ziervogel.
  • Im Jahr 2022 erhielten die Sonderauszeichnungen: David Mertens (10 Jahre). Die Auszeichnung für 40 Jahre durfte Ingo Kaup entgegennehmen. Für ein halbes Jahrhundert bei der Feuerwehr wurden darüber hinaus Friedrich-Wilhelm Vahrenhorst, Ulrich Steiner und Wilfried Loose geehrt.

 

Quelle: Haller Kreisblatt