Besucher

Heute 37

Gestern 51

Insgesamt 171391

JF Bekleidungs-Check

Nächste Termine

August08
08.08.2020 - 20:00 Uhr
LZ Stadt - Sommerfest

August10
10.08.2020 - 20:00 Uhr
LZ Bahnhof - Gruppenausbildung - Übung (verantwortlich siehe rechts)

August16
16.08.2020 - 09:00 Uhr
LZ Stadt - Brandeinsatz

Warum Borgholzhausen einen Unfallrekord hält

Ein neuer Atlas dokumentiert für ganz NRW die Karambolagen im Straßenverkehr.

 

Borgholzhausen. Es ist ein Datenwerk, mit dem man sich lange beschäftigen kann. Der Verkehrsunfallatlas für Nordrhein-Westfalen gibt Auskunft, wo genau im Verkehrswegenetz sich Unfälle ereignet haben und welche Verkehrsteilnehmer wie Auto- oder Radfahrer, Fußgänger oder Brummifahrer daran beteiligt waren. Die Ausgabe mit den Daten des Jahres 2019, die der Statistikbetrieb IT NRW jetzt vorgelegt hat, liefert einige erstaunliche Erkenntnisse, die auch Ostwestfalen-Lippe betreffen.

So belegt die Stadt Borgholzhausen den landesweiten Spitzenplatz in einer Unfallstatistik. Denn es ereigneten sich im Vorjahr dort acht Unfälle entlang der Bundesstraße 467. Im Vergleich mit anderen Kommunen des Landes ist die absolute Zahl zwar niedrig. Doch in der Kategorie „Unfälle je 1.000 Einwohner“ belegt die Stadt im Kreis Gütersloh mit dem daraus errechneten Wert von 7,0 landesweit den Spitzenplatz. Klickt man die roten Punkte in dem Unfallatlas an, zeigt sich, dass an allen Unfällen jeweils Pkw und Radler, teilweise auch noch Fußgänger beteiligt waren.

Mark Kohnert, Sprecher der Kreispolizeibehörde Gütersloh, bestätigt, dass der entsprechende Straßenabschnitt von den zuständigen Behörden im Vorjahr als Unfallhäufungsstelle festgestellt worden sei. Man erkläre sich dies mit dem aufgrund der Bauarbeiten an der A33 erhöhten Verkehrsaufkommen dort. Als Sofortmaßnahmen seien neue Fahrbahnmarkierungen aufgebracht sowie Bäume und Sträucher für eine bessere Sicht zurückgeschnitten worden. Die Polizei sei zuversichtlich, dass die nächste Unfallstatistik dort besser aussehe.

Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern seien „eine Thematik, die immer mehr in den Fokus gerät“, wie Kohnert sagt. Dazu sagt der Bericht von IT NRW: „Bei Unfällen mit Fahrrad-Beteiligung fielen Schwerpunkte in Düsseldorf, in Bocholt und in Münster auf.“

Dazu sagt Ralf Collatz, Sprecher des ADAC in Ostwestfalen-Lippe, gegenüber dieser Zeitung: „Der Trend zum Fahrrad ist ungebrochen und zeigt sich dann leider auch in erhöhten Unfallzahlen.“ Dies sei ein bundesweiter Trend, der auch auf die Beliebtheit von Pedelecs zurückgeführt werden könne, deren Tempo oft unterschätzt werde.

Allgemeine Unfallschwerpunkte sind in Aachen, Köln und Essen zu finden. „Die NRW-weit höchste Unfallzahl gab es im Jahr 2019 mit 6.090 Unfällen in Köln; 5.050 davon mit Personenschaden.“ Es gab in NRW 61.471 Unfälle mit Personenschaden. Der „Unfallrekord“ von Borgholzhausen relativiert sich somit beträchtlich, auch wenn jeder Unfall einer zu viel ist. Immerhin: Mit Schlangen und Leopoldshöhe im Kreis Lippe gibt es mit je 1,8 Unfällen pro 1.000 Einwohner auch die unfallärmsten Kommunen des Landes in OWL. https://unfallatlas.statistikportal.de/

 

Quelle: Haller Kreisblatt