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1.200 neue potenzielle Stammzellenspender

Kreisweite Typisierungsaktion: Die Hilfsbereitschaft in den 43  Feuerwehrhäusern war am Samstag sehr groß.

 

Kreis Gütersloh (ei).  Der Schirmherr selber machte sich am Samstagmittag ein Bild von der Aktion: Hunderte neuer Spender wurden registriert. Vorgelegt hatten die Werkfeuerwehren Miele und Claas mit mehr als 120 Spenden.

Katharina Hainz (Zweite, von rechts) übergibt ihre benetzten Stäbchen an Yvonne Dittrich. Darüber freuen sich Hartmut Ziebs, Nadine Bachem und Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper.

Der Vorsitzende des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, war eigens aus Schwerte angereist, um als Schirmherr die von Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper initiierte Aktion zu verfolgen.

Am 1. Dezember waren sämtliche Feuerwehrhäuser im Kreisgebiet besetzt, zwischen Borgholzhausen im Norden und Benteler im Süden, zwischen Greffen im Westen und Stukenbrock im Osten mussten die Feuerwehrleute nicht mit ihren großen, roten Fahrzeugen samt Blaulicht und Martinshorn ausrücken, um Leben zu retten.

Gleich neben der Kreisfeuerwehrschule, der Unterkunft des Löschzuges St. Vit, konnte Löschzugführer Martin Frankkrone stolz berichten, dass ausnahmslos alle Kameradinnen und Kameraden registriert sind und Oliver Krakenberg sogar schon einmal gespendet hat.

Wie es ist, auf eine Spende zu warten, davon konnte Dietmar Maasjosthusmann berichten. Der Kamerad des Löschzuges Wiedenbrück hatte bereits 2006 Stammzellen von seinem Bruder erhalten und war acht Jahre später durch einen Rückfall erneut auf einen Spender angewiesen.

Eine Spenderin fand sich glücklicherweise in Süddeutschland, seitdem hat sich für ihn zum zweiten Mal die Blutgruppe geändert. Denn mit den Stammzellen erhält der Empfänger auch automatisch die Blutgruppe des Spenders. Nadine Bachem spendete vor drei Jahren selber und unterstützt seitdem die gute Sache auch ehrenamtlich. So wie auch am Samstag. Sie berichtete, dass der Kontakt zwischen Spender und Empfänger durchaus möglich sei, anders als beispielsweise in Frankreich. Oft würden durch die Kontakte sogar gute Freundschaften entstehen, das bestätigte auch Maasjosthusmann.

Derweil ließ sich Katharina Heinz als mögliche Spenderin registrieren. Sie hatte im Rahmen von Vorbereitungen zu einer Geburtstagsfeier einen kurzen Abstecher in das Feuerwehrhaus gemacht und schon in der Vergangenheit länger darüber nachgedacht. Jedes der drei Stäbchen musste sie eine Minute in der Backenwange bewegen, damit später die richtigen Parameter ermittelt werden können. Derweil erzählte ihr Oliver Krakenberg, dass er selber schon einmal zu einer Spende aufgefordert worden sei und diese in Köln abgegeben habe.

Ähnlich ging es in Spexard zu: Kein großer Andrang, aber kontinuierlich fanden sich am Feuerwehrhaus an der Verler Straße Menschen ein, die sich registrieren lassen wollen.

Anke Vieweger nutzte den Rundgang mit ihrem Hund, um sich registrieren zu lassen. Die Fitnesstrainerin war nach gut einer Stunde bereits die achte, die sich die Wattestäbchen in den Mund steckte und wurde wenig später abgelöst von Steve Ahlenkamp (18), der seit sechs Wochen im Löschzug mitwirkt und auch durch eine Registrierung zum möglichen Lebensretter werden möchte.

Über die sozialen Netzwerke war Madlaine Lewike auf die Aktion aufmerksam geworden, die gleich ihre acht Wochen alte Tochter Mathilda mitgebracht hatte. Die ließ sich durch nichts ihren Schlaf rauben und blieb während der Spende auf dem Arm ihrer Mutter.

 

Quelle:  Haller Kreisblatt