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ABC-Spezialfahrzeug rückt ab nach Rheda

Brandschutzbedarfsplan: Borgholzhausens Feuerwehrleute nehmen für ihren Beruf auch lange Anfahrten in Kauf. Deshalb ist die Personaldecke tagsüber besonders dünn. Als Konsequenz daraus muss die Feuerwehr Kompetenzen abgeben

Borgholzhausen. Genau 60 Männer und zwei Frauen stellen sich derzeit als aktive Borgholzhausener Feuerwehrleute in den Dienst der Allgemeinheit. Und selbst für diese doch nicht kleine Gruppe ist es eine sehr große Herausforderung, die Vorgaben der Sicherheitsplanung zu erfüllen. Acht Minuten nach der Alarmierung sollen mindestens acht von ihnen mit den Einsatzfahrzeugen die Stelle erreicht haben, an der ihre Hilfe gebraucht wird – und zwar in 90 Prozent aller Einsätze.

2018 02 06 hk 001Im Brandschutzbedarfsplan ist außerdem festgeschrieben, dass nach weiteren fünf Minuten sechs weitere Feuerwehrleute am Einsatzort sein sollen. „Am Sonntagmorgen ist das überhaupt kein Problem“, sagt Udo Huchtmann, der Leiter der Feuerwehr Borgholzhausen, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister ist.
Dann wären – ebenso wie nachts – auch die sechs weiteren Helfer vorhanden, zur ABC-Einheit gehören.

Gute Jugendarbeit hilft nur bedingt

Deren Aufgabe gehört zum Bereich Katastrophenschutz. Die Spezialisten sollen Menschen helfen, die mit schädlichen Stoffen in Berührung gekommen sind – atomarer (A), biologischer (B) oder chemischer (C) Art. Ein ebenso so einfaches wie probates Hilfsmittel ist dabei Wasser. Auf dem Fahrzeug befinden sich zwei Duschzelte und alles weitere Zubehör. Der Kleinlaster gehört zum ABC-Einsatzzug des Kreises Gütersloh und wird seinen Platz beim Löschzug Batenhorst (einem Ortsteil von Rheda-Wiedenbrück) finden Von den nackten Zahlen her sind die beiden Löschzüge mit 33 aktiven Mitgliedern (Bahnhof) und 27 weiteren im Bereich der Stadt nominell nicht schlecht aufgestellt. Ein Grund dafür ist die gute Nachwuchsarbeit – 20 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Das Dilemma dabei: Wenn die Jungen und zunehmend auch Mädchen ausgebildet sind, stehen Studium oder Berufsausbildungan – nicht selten weit weg von Borgholzhausen.

2018 02 06 hk 002Deutlich unterrepräsentiert sind derzeit noch die Frauen. In den Gerätehäusern sind getrennte sanitäre Anlagen und Umkleiden vorhanden. Und auch die Bereitschaft, Frauen als gleich berechtigte Kameradinnen anzuerkennen, ist mehr und mehr gewachsen. Dass Feuerwehrleute seit kurzem auch über die eigentliche Altersgrenze hinaus aktiv sein können, hilft die immer stärker werdenden Probleme abzumildern. Sinkende Aktivenzahlen sind trotzdem zu registrieren und kein Problem,dass auf Borgholzhausen beschränkt ist.

Die Borgholzhausener Feuerwehr alarmiert schon heute tagsüber immer öfter beide Löschzüge, um stets genug Einsatzkräfte vor Ort zu haben. Und die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Bereitschaft zur Mitgliedschaftin der Freiwilligen Feuerwehr zu würdigen, wenn sie Stellen zu besetzen hat.

Denn der Bedarf nimmt immer weiter zu.Immer neue Firmen siedeln sich in Borgholzhausen an und auch die Zahl der Häuser und Wohnungen steigt. Und mit Fertigstellung der A33 dürfte aller Erfahrung nach die Zahl größerer Einsätze steigen. An der technischen Ausstattung, dort helfen zu können,wird es laut dem Bedarfsplan nicht mangeln. Vielleicht aber bald an den Menschen, die mit dem Gerät umgehen können. Vor allem, wenn es nicht Nacht ist oder Wochenende.

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„Dieser Vorschlag ist maßvoll und angemessen“

  •  Fünf Euro mehr Stundenlohn als im Jahr 2001 zu bekommen, klingt nicht unbedingt nach einem besonders tiefen Schluck aus der Pulle. Das war aber auch nicht der Ansatz derjenigen, die sich für die Erhöhung stark gemacht haben, denn die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr findet natürlich auf ehrenamtlicher Basis statt.
  • Für Selbstständige könnte sich daraus ergeben, dass sie für ihr Engagement sogar noch draufzahlen müssten. Um das zu verhindern, gibt es eine Satzung der Stadt Borgholzhausen, in der die Höhe der Entschädigung für diese Berufsgruppe geregelt ist. Im Jahr 2001 wurde sie zuletzt geändert und deshalb war der Betrag dort auch noch in D-Mark ausgewiesen.
  • 25 Euro sollen jetzt die untere Grenze der Entschädigung darstellen, hat der Hauptausschuss der Stadt bereits beschlossen. Dass sich der Rat am kommenden Donnerstag anders entscheidet, steht nicht zu befürchten.
  • Auch um die neue Höchstsumme geht es in dieser Sitzung. Bis zu 35 Euro pro Stunde sollen Selbstständige, zu denen auch Landwirte gehören, hier geltend machen können – wenn sie einige Bedingungen erfüllen. Dazu gehört vor allem der Nachweis, dass ein solcher Stundensatz für sie realistisch ist. Er kann zum Beispiel vom Steuerberater bestätigt werden.
  • Dabei werden nicht wahllos alle geleisteten Stunden vergütet. Liegen Einsätze oder auch Fortbildungen außerhalb der normalen Arbeitszeiten eines Selbstständigen, gibt es dafür natürlich auch keine Entschädigung.
  • Die finanziellen Auswirkungen kalkuliert die Stadt nicht als besonders hoch ein. Der eingeplante Ansatz im Haushalt soll nicht erhöht werden.

 

Quelle: Haller Kreisblatt