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Junger Autofahrer überlebt Frontalzusammenstoß mit einem Baum

Auf der Osnabrücker Straße verliert am frühen Samstagmorgen ein 20-Jähriger aus Borgholzhausen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Ersthelfer finden ihn im Straßengraben.

 

Borgholzhausen (ei). Dass aus diesem Wrack jemand lebend herauskommt, grenzt schon an ein Wunder: Ein 20-Jähriger ist in der Nacht zum Samstag auf der Osnabrücker Straße mit einem Mercedes der B-Klasse frontal vor einen Baum geprallt. Er wurde schwer verletzt, hatte dabei aber wohl viele Schutzengel bei sich. Denn lebensbedrohliche Verletzungen hatte er nach einer ersten Untersuchung an der Unfallstelle nicht davongetragen.

2022 06 07 hk 004 250pxWeil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass möglicherweise auch noch ein Beifahrer in dem völlig zerstörten Auto gesessen hat, wurde der Polizeihubschrauber „Hummel 6“ angefordert. Die Suche nach Personen im weiteren Umfeld der Unfallstelle blieb aber ergebnislos.

Der junge Mann war nach Polizeiangaben gegen 2.25 Uhr auf der Osnabrücker Straße aus Dissen kommend in Richtung Halle unterwegs, als er kurz vor der Einmündung Heideweg ausgangs einer leichten Linkskurve mit dem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abkam und einen Begrenzungspfosten überfuhr. Der Borgholzhausener fuhr etliche Meter über die Grünfläche neben der Fahrbahn, ehe der weiße Mercedes frontal vor einen Baum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motorblock aus der Verankerung gerissen, der Wagen schleuderte zurück auf die Fahrbahn und blieb dort schwer beschädigt liegen. Trümmerteile verteilten sich im weiten Umfeld. Der verletzte Fahrer selbst wurde durch Ersthelfer in einem angrenzenden Straßengraben aufgefunden. Ob er sich selber aus dem Wrack befreien konnte oder aus dem Fahrzeug katapultiert wurde, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

„Als wir hier als Erste eintrafen, kümmerte sich bereits ein Ersthelfer um den Fahrer“, berichtete der stellvertretende Löschzugführer des Löschzuges Borgholzhausen-Bahnhof, Brandoberinspektor Alexander Schlüter, als Einsatzleiter an der Unfallstelle. Später wurde auch noch der Löschzug aus der Stadt alarmiert, ferner eilten zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zu der Unfallstelle. Da nach Eintreffen der ersten Kräfte nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich neben dem Unfallverursacher noch weitere Personen in dem verunfallten Fahrzeug befanden, wurden neben dem Polizeihubschrauber auch Suchtrupps der Feuerwehr zur Absuche des Umfeldes der Unfallstelle eingesetzt. Die intensive Suche blieb jedoch wie bereits erwähnt ohne Ergebnis.

Beim Unfallverursacher wurden durch die Polizisten Anzeichen auf Alkoholkonsum festgestellt, so dass die Entnahme einer Blutprobe bei dem jungen Mann nach Erreichen des Krankenhauses angeordnet wurde. Der schwer verletzte Pkw-Fahrer wurde zunächst vor Ort notärztlich versorgt und anschließend in ein Bielefelder Krankenhaus gefahren. Der total beschädigte Pkw wurde für weitere Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache durch die Polizei sichergestellt. Der Gesamtsachschaden wird durch die Polizei auf 20.000 Euro geschätzt. Der Bereich der Unfallstelle musste für die Dauer der Unfallaufnahme bis gegen 6 Uhr voll gesperrt werden.

Der junge Mann war offenbar auf dem Rückweg von einer Party gewesen, so dass sich schnell Freunde und Angehörige an der Unfallstelle versammelten. Sie wurden von den Feuerwehrleuten sowie von Notfallseelsorgern betreut. Die Feuerwehrleute unterstützten die Polizeibeamten bei der Unfallaufnahme sowie der Reinigung der Unfallstelle. Zeugen zum Unfallgeschehen melden sich bitte bei der Polizei Gütersloh unter (0 52 41) 86 90.

 

Quelle: Haller Kreisblatt