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Die Sonne war schuld

Im Bildungsausschuss des Kreises wurde der Busunfall vom 28. September noch einmal thematisiert.

Die SPD wollte wissen, wie es dazu kommen konnte und ob man die Reaktion noch verbessern kann.

 

Borgholzhausen. „Der Unfall ist wohl wegen Sonneneinstrahlung entstanden“, erläutert Maria Spahn-Wagner, die den Kreisausschuss leitet, auf HK-Anfrage. Ihre SPD-Fraktion hatte beim Landrat beantragt, zu prüfen, wie es zum Schulbusunfall kommen konnte, ob nun Maßnahmen geplant sind, um die Kinder besser zu schützen,und ob der „Notfallplan“ optimal funktioniert habe.

2021 11 15 hk 001 250pxDas Kreisschulamt lieferte am Donnerstagabend in Absprache mit der zuständigen Abteilung den Untersuchungsbericht.

Demnach ist dem 68-jährigen Busfahrer kein Vorwurf zu machen. „Er war offenbar geblendet“, referiert Spahn-Wagner die ErgebnissedesBerichtes. Nach dem Unfall war vor allem in den sozialen Medien diskutiert worden, ob der Fahrer zu alt sei, um ihm die Verantwortung für mehr als 80 Kinder und Jugendliche zu übertragen. Das Busunternehmen Sieckendiek hatte sich in der Debatte direkt hinter den Mann gestellt und betont, er sei seit langemein sehr zuverlässiger Mitarbeiter und der Aufgabe absolut gewachsen.

Aufregung gab es bei den Eltern offenbar auch, weil mancher sich nicht schnell genug von offizieller Seite informiert fühlte. Das sei der modernen Technik geschuldet, so Spahn-Wagner: „Manche Eltern wussten kurzzeitig nicht, wo ihre Kinder sind.“ Tatsächlich sei die Notfallversorgung aus Sicht des Kreises aber ohne Probleme verlaufen. Zu Missverständnissen sei es wohl auch gekommen, weil viele Kinder per Anruf oder WhatsApp ihren Eltern unmittelbar Bescheid gegeben hatten, die offiziellen Wege aber zwangsläufig einige Minuten brauchten. „So wussten die Eltern Bescheid, noch bevor der Kreis und vielleicht auch die Schule etwas wussten“, so die SPD-Politikerin. Trotzdem laute das Fazit des Berichtes: Es gibt keinen Handlungsbedarf. „Aus Sicht mancher Eltern ist vielleicht nicht alles top gelaufen, aber wir wissen nicht, was manändern sollte“, so das Mitglied des Kreisschulausschusses.

Der Unfall hatte sich am 28. September am frühen Morgen ereignet. Der Busfahrer, der auf dem Weg zur Peter-August- Böckstiegel-Gesamtschule war, übersah auf der Bahnhofstraße, dass die Fahrzeuge vor ihm anhielten, fuhr auf einen PKW auf und schob drei Autos ineinander. Mehr als 80 junge Fahrgäste befanden sich im Ziehharmonika-Bus. 18 Personen wurden verletzt, viele davon kurzzeitig in Krankenhäuser eingeliefert.

 

Quelle: Haller Kreisblatt