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120 Feuerwehrleute suchen Vermissten

Mehr als 16 Stunden war ein 88-jähriger Mann offenbar ohne Orientierung unterwegs. Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften fahndet die ganze Nacht hindurch nach ihm. In Bockhorst wird er schließlich gefunden. In erstaunlichem Zustand.

2020 01 23 hk 001 250pxDienstag, 16 Uhr
Der 88-jährige Senior, dernach HK-Informationen unter Demenz leidet, unternimmt in Dissen einen Spaziergang. Von dem kehrt er nicht zurück. Die Verwandten alarmieren die Polizei. Der Mann ist Portugiese, nur etwa 1,50 Meter groß und hat einen leicht unsicheren Gang. Er trägt eine schwarze Jacke, eine schwarze Mütze und einen Schal.

 

Dienstag, 23 Uhr
Die Feuerwehren aus Dissen und Bad Rothenfelde suchen den Senior. Schnell stellt sich heraus, dass er auch in Richtung Borgholzhausen oder Versmold unterwegs sein könnte.

 

Mittwoch, 1.20 Uhr
Weil der Vermisste nun im Bereich der Auffahrt zur A33 ander Bundesstraße 476 gesehen wurde, wird die Feuerwehr Borgholzhausen alarmiert. Sie übernimmt die Koordination der groß angelegten Suche von den Dissener Kollegen. „Wir haben an der SSD-Tankstelle unsere Einsatzzentrale eingerichtet“, berichtet der Piumer Wehrführer und Einsatzleiter Udo Huchtmann. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der alte Mann etwa fünf Kilometer in der Stunde schaffen könnte, sie ziehen einen rund 15 Kilometer großen Radius für die Suche. 30 Einsatzkräfte der Löschzüge Stadt und Bahnhof sind mittlerweile mit sieben Fahrzeugen unterwegs.

 

Mittwoch, 2.30 Uhr
Die Kollegen des Löschzuges Bockhorst werden zur Unterstützung alarmiert. Mittlerweile gibt es deutliche Hinweise, dass der Weg des Mannes nach Versmold führen könnte. Der eingesetzte Personenspürhund hat deutlich in diese Richtung angeschlagen. „Wir wollten auch einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera einsetzen, aber das war aufgrund des Nebels nicht möglich“, erklärt Huchtmann.

 

Mittwoch, 2.40 Uhr
Sicherheitshalber werden auch die Feuerwehren in Halle und Hörste alarmiert, um die Suche auszuweiten. „Wir haben den Bereich innerhalb der Haller Stadtgrenzen bis Hesseln und im Hesseltal sowie südlich der Autobahn bis Hörste abgesucht“, berichtet der Haller Löschzugführer Ralph Heramann.15 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen sind unterwegs, bis 5 Uhr morgens dauert ihre Suche. Auch der Hörster Löschzug ist mit 16 Kameraden und drei Fahrzeugen auf der Suche. Die groß angelegte Aktion deckt auch die Hesselteicher Straße und die Casumer Straße im Grenzgebiet zwischen den drei Städten ab.

 

Mittwoch, 5.30 Uhr
Nun ist klar, dass sich die weiteren Maßnahmen auf Versmolder Gebiet konzentrieren dürfen – die Piumer Feuerwehr übergibt die Einsatzleitung an die Versmolder Kollegen unter der Regie von Wehrführer Sören Fuest. Die neue Einsatzzentrale wird am Gerätehaus in Bockhorst aufgebaut. Alle vier Löschzüge der Stadt sind nun mit 60 Kräften und elf Fahrzeugen unterwegs, um den 88-Jährigen zu suchen. Doch von dem fehlt weiterhin jede Spur.

 

Mittwoch, 8.27 Uhr
Nun wird auch der Messzug der ABC-Einheit aus dem Haller Gerätehaus gerufen. Mit einer Drohne soll er bei stärkerem Tageslicht nach dem Vermissten suchen. Der Einsatz von zwei weiteren Rettungshunden ist bereits geplant. „Ich hatte zudem gehofft, dass der Mann bei stärkerem Verkehr und besseren Lichtverhältnissen jetzt entdeckt werden würde“, erklärte Sören Fuest. Doch wenig später wird klar, dass all die Bemühungen nicht mehr nötig sind.

 

Mittwoch, 8.30 Uhr
Polizeibeamte entdecken den kleinen Mann an der Bundesstraße 476 zwischen Versmold und Borgholzhausen auf Höhe der Hölmerwegs in Bockhorst. „Er kam da wohl gerade aus einem Wald, zum Glück in einem relativ unversehrten Zustand“, berichtet Sören Fuest. Zwar sei der Mann etwas unterkühlt gewesen, doch habe ihn seine winterlich angepasste Kleidung offenbar vor Schlimmerem bewahrt.

 

Mittwoch, 9.30 Uhr
Die letzten Einsatzkräfte rücken am Gerätehaus Bockhorst ab, eine lange Nacht für 120 Feuerwehrleute endet. Vom Bockhorster Gerätehaus aus wurde die Suchaktion seit 5.30 Uhr am Mittwochmorgen koordiniert. Gegen 9.30 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab.

 

Quelle: Haller Kreisblatt