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Schüco lässt aufräumen

Nach dem Großbrand: Einsturzgefährdete Teile des Gebäudes werden entfernt. Das dient auch der Vorbereitung für den Einsatz der Brandermittler der Polizei

 

Borgholzhausen. Es ist noch keine Woche her, dass Hunderte von Feuerwehrleuten den Großbrand bei der Firma Schüco bekämpften. Mit beeindruckendem Tempo stürzte sich das Unternehmen in die Aufgabe, die Produktion so schnell wie möglich wieder ins Laufen zu bringen und die Mitarbeiter an anderen Standorten des Aluspezialisten einzusetzen. Und dieses Tempo soll offenbar auch bei der Bewältigung der Brandfolgen beibehalten werden.

2019 03 23 hk 001 250pxSo ist das belastete Löschwasser aus den unterirdischen Auffangbecken bereits zur Entsorgung abgefahren worden. Parallel entstand ein kleines Containerdorf für die Mitarbeiter eines Unternehmens, das sich auf die Beseitigung von Schäden spezialisiert hat, die durch die Einwirkungvon Feuer und Wasser auftreten.

Am Freitagvormittag war auf dem Gelände an der Bahnhofstraße auch ein großer Mobilkran im Einsatz. Er hievte Männer in einem Tragekorb in die Nähe der einsturzgefährdeten Fassade, die nach dem Brand schräg vom Gebäude abstand. So konnten erste Teile der Gebäudehülle entfernt werden, die vom Einsturz bedroht waren.

Diese weiterhin noch nicht ganz gebannte Gefahr ist auch der Grund dafür, warum die Polizei noch keine Aussagen zur möglichen Brandursache treffen kann. „Unsere Mitarbeiter werden das Gebäude erst in der kommenden Woche betreten können“, erklärt Polizeipressesprecherin Corinna Koptik.

Bis dahin kann aber in den Bereichen, die nicht unmittelbar vom Brandgeschehen betroffen waren, schon einiges passieren. Schäden an den Maschinen, die durch den Rauch und das Löschwasser hervorgerufen worden sind, können dort schon behoben werden.

Das gefährdet auch nicht die Ermittlungen, denn dort kann der Brand erkennbar nicht entstanden sein. Und um in die eigentliche Eloxierhalle vordringen zu können, müssen dort noch einige Vorarbeiten erledigt worden sein. Ist das geschehen, wird zunächst die Polizei ihre Arbeit machen.

Doch auch die Versicherungsexperten sollen die Ruine möglichst schnell untersuchen können. Für Schüco geht es zum Beispiel um die Frage, wie groß die Schäden an der Bausubstanz des ausgebrannten Gebäudes wirklich sind. „Erst dann können wir auch wirklich belastbare Aussagen zur Höhe des Schadens machen“, sagt Thomas Lauritzen, der Sprecher des Unternehmens. Billig dürfte es allerdings nicht werden: Die Polizei sprach schon in ihrer ersten Schätzung von einem zweistelligen Millionenbetrag.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nahm Anfang der Woche Proben auf zwei Spielplätzen, in deren Richtung der Wind Brandrauch getragen hatte. Dort fanden sich schwache Russablagerungen. In den Proben wurden keine gesundheitlich bedenklichen Werte gefunden.

So wird zum Beispiel bei den polycyclischen aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK) der betreffende Wert für Höchstkonzentrationen in Innenräumen deutlich unterschritten. Mit Ruß behaftete Oberflächen können normal gereinigt werden, erklären die Experten.

 

Quelle: Haller Kreisblatt