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In Dirndl und Lederhosen

Riesenandrang: Zum ersten Mal seit Bestehen des Oktoberfestes ist die blau-weiße Party ausverkauft. Hunderte von Menschen feiern ausgelassen in der Bushalle

 

Borgholzhausen. Es war das siebte Oktoberfest, das der Löschzug Borgholzhausen Stadt in der Bushalle Leeker ausrichtete. „So einen Andrang gab es noch nie“, sagte Wilhelm Wesselmann. Alle Karten waren im Vorverkauf über den Tisch gegangen, eine Abendkasse gab es nicht.

2018 10 22 hk 001 250pxTrotzdem kamen im Laufe des Abends noch einige Feierwillige – teils auch von außerhalb – die wieder weggeschickt werden mussten. „Wir können aus Sicherheitsgründen nicht mehr hereinlassen“, so Wesselmann.

In der Bushalle startete pünktlich um 19.30 Uhr das bunte Treiben nach dem Vorbild des Oktoberfestes in München. Die Halle war blau-weiß geschmückt und die Gäste kamen fast ausnahmslos in Dirndl und Lederhosen. „Das freut mich sehr“, lobte Jan Ziervogel als Vorsitzender des Musikzuges die fröhliche Schar.

Er begrüßte befreundete Löschzüge unter anderem aus Langenheide und vom Bahnhof, Vereine wie den TuS Solbad und den TuS Borgholzhausen und auch die Nachbarn der Bushalle, „die alle zwei Jahre unsere Party hier tapfer ertragen“, sagte Ziervogel.

Dann übernahm der Moderator Enno Rötger das Zepter und holte den stellvertretenden Bürgermeister Hermann Ludewig auf die Bühne. Der hatte sich eigens für das Oktoberfest eine neue Lederhose und ein blau-weiß-kariertes Hemd zugelegt. So richtig wohl – gab er zu – fühle er sich in der Verkleidung nicht.

Auch der Fassanstich war für Ludewig eine Premiere. Weil er sich auf keinen Fall blamieren wollte, hatte er zusammen mit den Feuerwehrleuten vorher geprobt. Und so klappte der traditionelle Anstich, begleitet von dmn Ruf »O’zapft is«, reibungslos. Alle blieben trocken und das Bier landete da, wo es sollte: im Glas.

2018 10 22 hk 002Mit dem Schunkellied »Bier her, Bier her, oder ich fall um« gab die Dirigentin des Musikzuges, Bianca Kaup, die Richtung des Abends vor. Viele strömten zur Theke und zum Imbissstand, an dem es Steakbrötchen, Haxen und ander
bayrische Leckereien gab.

Gleichzeitig schleppten beherzte Kellnerinnen maßweise Bier in den Saal, manchmal acht Stück gleichzeitig. Bei einem Gewicht von 1,5 Kilogramm pro Bierkrug waren sie froh, wenn der Weg nicht allzu lang war. Mitglieder des Löschzuges verkauften unterdes Lose an den Tischen für die große Tombola. Es gab insgesamt 300 Preise.

Der Musikzug der Feuerwehr unterhielt die Gäste in der Bushalle und im angrenzenden Festzelt mit Schunkelliedern wie »Es gibt kein Bier auf Hawaii« oder »Heidi, deine Welt sind die Berge«. Reinhold Stenhold begeisterte die Gäste zwischendurch mit Gesangseinlagen.

Auch Bianca Kaup erwies sich als versierte Sängerin und übergab während ihrer Einlagen den Dirigentenstab an Matthias Eising, der beim Oktoberfest 2016 seinen letzten Auftritt als Musikzugdirigent hatte. Manfred Lasner, der für die Technik zuständig war, steuerte seine traditionelle Ambosspolka bei.

 

Bierkönigin macht ihrem Titel alle Ehre

Bierkrugstemmen: Pia Heidmann ist jetzt für ein Jahr die beste Maßkrughalterin in Pium

 

2018 10 22 hk 003Borgholzhausen (anke). Das Maßkrugstemmen ist seit dem ersten Oktoberfest im Jahr 2006 fester Bestandteil der blau-weißen Party. Auch dieses Mal wurde der Wettbewerb nach Geschlechtern getrennt durchgeführt. Es gilt, einen gefüllten Bierkrug mit dem ausgestreckten Arm über einen Luftballon zu halten, unter dem eine Nadel angebracht ist. Sinkt der Arm, drückt das Glas den Ballon in die Nadel.

In den vergangenen Jahren hatte die Piumer Handballerin Nadine Lippka-Koch den Titel der besten Maßhalterin für sich beansprucht. Sie war dieses Mal jedoch nicht unter den Gästen. Vier junge Damen, darunter Pia Heidmann, Bierkönigin des Schützenvereins Westbarthausen-Kleekamp, traten erstmals zum Bierkrugstemmen an.

Nachdem Moderator Enno Rötger die Spielregeln erklärt hatte, ging es los. Nach etwa einer Minute war den Damen die Anstrengung deutlich anzusehen – ein Lächeln fürs Foto kaum noch möglich. Mit letzter Kraft hielt Pia Heidmann ihren Krug wenige Sekunden länger als die Konkurrenz.

Was die Bierkönigin kann, muss der Bierkönig erst recht können, sagte Enno Rötger und holte zum Wettkampf der Männer Jan Philip Pidun auf die Bühne. Der Bierkönig im Schützenverein Borgholzhausen hatte jedoch so gut wie keine Chance, denn unter den Teilnehmern war auch Frank Wischmeier. Er hat den Titel des besten Maßhalters bisher sechs Mal gewonnen.

Es kam, wie es angesichts der Stärke des Titelverteidigers wohl kommen musste, Wischmeier ließ seine vier Konkurrenten blass aussehen und hielt den Krug auch in diesem Jahr am längsten.

 

Quelle: Haller Kreisblatt