Alarmierung der Feuerwehr Borgholzhausen

sireneAm Anfang jedes Einsatzes der Feuerwehr steht die Alarmierung. Auch bei der Feuerwehr Borgholzhausen stellt dies ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, denn die Mitglieder sind größtenteils nicht zentral erreichbar, sondern befinden sich in der Regel an Plätzen, die der Leitstelle nicht direkt bekannt sind, z. B. zu Hause, auf der Arbeit oder sind unterwegs. Früher diente die Kirchturmglocke oft als Signal für die Feuerwehr, später benutzte man die Sirenen des Zivilschutzes für diese Aufgabe. Diese Signale sind in der ganzen Umgebung wahrnehmbar und dienten somit recht zuverlässig als "Rufsignal" für die Feuerwehrmänner. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Technik jedoch weiter und man erkannte, dass eine "stille" Alarmierung jedes einzelnen weitaus zuverlässiger und günstiger ist, als die "öffentliche" Sirenenmethode. So fanden im Laufe der Jahre die sog. "Meldeempfänger" immer mehr Verbreitung und stellen heute den überwiegenden Anteil der Alarmierungssysteme. Natürlich sind Sirenen auch hier im Stadtgebiet immer noch im Einsatz und werden auch noch in Zukunft zuverlässig ihren Dienst verrichten.

 

 

"Hier Florian Gütersloh ..."

Die Feuerwehr der Stadt Borgholzhausen wird von der Kreisleitstelle in Gütersloh alarmiert. Hier laufen alle Notrufe des Kreises Gütersloh auf. Viele aktive Mitglieder der Feuerwehr sind mit einem Meldeempfänger ausgerüstet, sodass Sirenenalarme nur bei größeren Einsätzen nötig sind. Die Feuerwehr benutzt hierfür das analoge 5-Ton Rufsystem nach ZVEI, welches gegenüber der digitalen Alarmierung den Vorteil einer Sprachdurchsage bietet. Rückfragen nach dem Einsatzort oder -grund beim Eintreffen im Gerätehaus erledigen sich dadurch größtenteils. Es werden u.a. die zwei hier abgebildeten digitalen Modelle benutzt, davon überwiegend der Swissphone Hurricane (links) und der Swissphone BOSS 900 (rechts).

 

 Swissphone Hurricane  Swissphone BOSS
Klicken Sie eines der Modelle an, um mehr zu erfahren

 

Ausrücken und Einsatz ...

Nachdem der Alarm bei mehr oder weniger allen Empfängern angekommen ist, begeben sich die Einsatzkräfte schnellstmöglich zum Gerätehaus. Ohne es selbst mitgemacht zu haben, möchte man nicht glauben, dass 5 Minuten nachts eine durchaus gängige Ausrückzeit sind. Tagsüber pendeln sich die Zeiten vom ersten Anschlagen der Empfänger bis zur Meldung über das Ausrücken des ersten Fahrzeugs an die Leitstelle zwischen 5 und 8 Minuten ein. Solange sich der Einsatz in unseren Stadtgrenzen befindet, dauert die Anfahrt selten länger als 10 Minuten. Einsätze in anderen Löschbezirken können erheblich längere Fahrten verursachen. Innerhalb der Stadt Borgholzhausen vergehen so vom Absetzen des Notrufes bis zum Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr als 15 Minuten. Die Anfahrt wird grundsätzlich dazu benutzt, die Atemschutzträger ggf. mit ihren Geräten auszurüsten und die Mannschaft einzuteilen.