Nach jahrelanger Diskussion wird 1961 endlich beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Die Vorbereitungen für das 85–ährige Bestehen laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang wird angeregt, eine Chronik zu erstellen. Die Kameraden Gerhard Stratmann und Helmut Göpfert übernehmen diese Aufgabe. Im Juni 1995, also nach 34 Jahren, ist sie fertig.

Der Löschzug tritt dem Kreisfeuerwehrverband bei. Unvergessen bleibt der Feuerwehreinsatz am Heiligen Abend. Großbrand von Kemners Kotten in Wichlinghausen. Es ist –18° Celsius kalt. Die Löschwasserförderung darf wegen der niedrigen Temperaturen nicht unterbrochen werden. Am nächsten Morgen steht nur noch eine mit dicken Eiskrusten überzogene Brandruine. Am 23. und 24. Juni des folgenden Jahres wird das 85–jährige Jubiläum mit dem Kreisverbandsfest in Borgholzhausen gefeiert. Hier wird auch die neue Fahne geweiht. Über die geringe Beteiligung der Borgholzhauser Bürger bei diesem Fest sind die Kameraden sehr enttäuscht. Ein schmerzlicher Verlust ist der plötzliche Tod des langjährigen Löschzugführers und Amtsbrandmeisters Willy Meyer am 23. Oktober 1962. Durch den Unfalltod von Willy Meyer ist ein Führungswechsel nötig. Heinrich Löwenstein wird neuer Löschzugführer.
Er übt sein Amt aber nicht lange aus, denn leider stirbt er schon am 6. Dezember 1963 durch Krankheit.

Im Januar 1964 gibt es deshalb schon wieder eine neue Führung. Heinrich Walkenhorst wird Zugführer und Norbert Fiebig sein Stellvertreter. Endlich wird auch ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt. Es ist ein LF 8 auf Mercedes Fahrgestell mit einem Aufbau der Firma Schlingmann, Dissen. Im Jahre 1965 feiert Heinrich Walkenhorst seinen 65. Geburtstag und wechselt somit in die Alters – und Ehrenabteilung über. Die Wehr braucht schon wieder eine neue Führungsspitze. Am 11. August werden Norbert Fiebig zum Löschzugführer und Fritz Strotjohann zu seinem Stellvertreter gewählt. Da jetzt wieder jüngere Kameraden an der Spitze stehen, bleibt die Wehr über viele Jahre von Führungswechseln verschont. Norbert Fiebig bleibt bis zum 16. Januar 1986 im Amt, das sind über 20 Jahre. Eine so lange Amtszeit hatte vor ihm noch niemand erreicht. Eine Erweiterung des Fuhrparks durch einen Pulverlöschanhänger vom Typ P 250 erfolgt am 15. Mai 1966. Ein Großbrand des Bauernhofes Pohlmann–Rott in Barnhausen während des Schützenfestes in Borgholzhausen hält die Kameraden in Atem.

1967 werden wieder Dienstpläne zur Regelung der Übungsstunden eingeführt. In diesem Jahr macht sich die Feuerwehrkapelle selbstständig. Sie war bisher mit im Löschzug eingebunden. Auf Beschluss der Wehr– und Löschzugführer des Kreises Halle wird sie als selbstständiger Zug in den Kreisfeuerwehrverband aufgenommen und nennt sich ab sofort Kreisfeuerwehrkapelle des Kreises Halle. Diese Regelung bringt nicht nur Vorteile. Kurze Zeit nach dieser Änderung wird alles wieder rückgängig gemacht. Sie nennt sich jetzt Feuerwehr Musikzug Borgholzhausen und ist neben dem Löschzug I (Borgholzhausen Stadt) und dem Löschzug II (Borgholzhausen Bahnhof) der III. Zug in der Freiwilligen Feuerwehr Borgholzhausen (diese Regelung hat bis heute Bestand).