Nach Kriegsende benutzen die Engländer den Mannschaftswagen als Streifenwagen und geben ihm den Rest. Um den Ansprüchen einigermaßen gerecht zu werden, mietet die Stadt vom Kameraden Helmut Göpfert 1947 einen Ford-V8 LKW. Da auch der Krankentransport in den ersten Nachkriegsjahren von der Feuerwehr ausgeführt wird, ist der Ford unverzichtbar. Krankenwagenfahrer war der Kamerad Heinrich Theiling.

Am 26. Oktober 1946 findet die erste außerordentliche Mitgliederversammlung nach 7 Jahren statt. 20 Kameraden sind anwesend. 1949 im Januar wird ein neues Löschfahrzeug LF 8 auf Mercedes Chassis bestellt. Am 19. Februar wird das Fahrzeug geliefert und noch am gleichen Tag dem Löschzug Stadt übergeben. Für Geräte und den Ausbau des LF 8 sowie einen Tragkraftspritzenanhänger wird eine Geldsammlung mit Erfolg durchgeführt. Jetzt ist das neue Fahrzeug einsatzbetreit.

So wie in allen Zeiten hat die Feuerwehr nicht nur Freunde und Gönner. In einer Amtsvertretersitzung hat ein Amtsrat ( heute Stadtrat) geäußert, dass das neue Feuerwehrfahrzeug in den letzten 4 Monaten nur einmal aus dem Gerätehaus hinaus und wieder hineingeschoben worden sei. Die Feuerwehr sieht diese Äußerung als Beleidigung an und beschließt, bis zur Regelung dieser Angelegenheit jeglichen Feuerwehrdienst ruhen zu lassen. Die Sache spitzt sich zu. Am 16. Juni 1949 beschließt die Wehr einstimmig, sich am 18. Juni mittags 12.00 Uhr aufzulösen. In einer erneuten Besprechung mit dem Kreisbrandmeister, den Bürgermeistern, dem Amtsdirektor, dem Amtsrat und einigen ehemaligen Feuerwehrkameraden am 26. Juni wird das Problem gelöst. Der Amtsrat erklärt sich bereit, alle beleidigenden Äußerungen öffentlich (3 Tageszeitungen und Aushang) zurückzunehmen. Da diese Veröffentlichungen nie erscheinen, findet daraufhin eine öffentliche Amtsvertretersitzung am 28.6. statt, auf der der Amtsrat sich in aller Form entschuldigt. Erst jetzt nehmen die Kameraden ihren Dienst wieder auf.

Schon seit Jahren beklagt die Wehr die schlechte Löschwasserversorgung in der Stadt. Außerdem wird ein dringender Appell an die Amtsverwaltung gerichtet, endlich den Neubau eines Gerätehauses in Angriff zu nehmen. Im April 1952 sind alle wichtigen Vorbereitungen für das Kreisverbandsfest abgeschlossen. Hier wird das 75 – jährige Bestehen gefeiert. Am 22.9. diesen Jahres beschließt dann die Amtsvertretung den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Barnhausen für den Löschzug III (aufgestellt 1937). In derselben Sitzung wird gleichfalls beschlossen, im nächsten Jahr ein Gerätehaus für den Löschzug I (Borgholzhausen – Stadt) zu bauen.