Ab 1937 wird die Ausbildung zum ersten Mal nach festgelegten Dienstplänen durchgeführt. Typische Ausbildungsthemen auf den Schulungsabenden sind:

  • Deutsche Geschichte
  • Der Nationalsozialismus
  • Adolf Hitler
  • Feuerwehr und Vierjahresplan

Von Seiten des Regierungspräsidenten ist man der Meinung, dass ein Löschzug für den Löschbezirk Borgholzhausen – Stadt nicht ausreichend sei. Es wird deshalb angeordnet, einen zweiten Zug (27 Männer) aufzustellen. Wehrführer Vögeding bevorzugt als Standort die Landgemeinde Barnhausen. Die alte Handdruckspritze wird in der Flachsschwingerei Uffmann untergebracht. Am 21. und 22. Mai 1938 findet der 17. Kreisverbandstag in Borgholzhausen statt.

Am 23. November 1938 verkünden die braunen Machthaber ein neues Gesetz. Die Vereinstätigkeit hört auf, da die Wehren als Feuerlöschpolizei ein Zweig des Polizeiwesens geworden sind und somit dem „Reichsführer SS“ direkt unterstellt sind. Mit diesem Gesetz wird die Selbstständigkeit der Feuerwehren eingeschränkt. Das gesamte Feuerlöschwesen wird in den Machtapparat der Nationalsozialisten eingebaut. So mancher bis dahin politisch nicht aktive Feuerwehrführer trägt plötzlich das Parteiabzeichen am Uniformrock. Die letzte Versammlung in der NS-Zeit findet am 25. Februar 1939 statt. Das Protokollbuch beginnt erst wieder 1946 mit einem „Gedächtnisprotokoll“ des späteren Löschzugführers Willy Meyer über die vorausgegangenen Kriegsjahre.

Über die Hälfte der Kameraden wird zum Kriegsdienst und im letzten Kriegsjahr auch zum Volkssturm eingezogen. Die Lücken werden durch Männer aus der Bevölkerung geschlossen. Zweimal wird der Löschzug in Bielefeld zur Brandbekämpfung nach Luftangriffen eingesetzt.