Am 21. Mai 1932 war es dann so soweit. Die TS 8/8 wurde feierlich eingeweiht und war nun der ganze Stolz der Wehr. Nur der Transport der Spritze bereitete noch einige Schwierigkeiten, jedoch wurde man auch damit fertig, in dem man wieder zur Selbsthilfe schritt und nach Feierabend einen Anhänger baute. Dieser wurde dann an das alte Löschgerät, das mit zwei PS (sprich Ackergäulen) bewegt wurde, angehängt. Doch schon bald stellte sich heraus, dass dies kein Idealzustand war, weil man einfach zu langsam  vorwärts kam.

Zu der Zeit  gab es bei Feueralarm  keine Sirene. Die Männer fuhren mit Fahrädern durch die Ortschaften und trompeteten mit dem Feuerhorn die freiwilligen Feuerwehrleute zusammen. Dann mussten noch die Pferde geholt und angespannt werden. Erst dann ging es im Galopp zum Brand. Deshalb stand 1933 schon wieder ein neuer Beschluss an. Die Anschaffung eines Lastkraftwagens. Und wiederum fungierte die Wehr freiwillig und selbstständig in eigener Sache.
Es wurde ein großes  Winterfest aufgezogen und ein Theaterstück wurde sogar im Raum Steinhagen und Halle gespielt. Die überschüssigen Einnahmegelder nebst einigen kräftigen Spenden aus eigenen Reihen reichten dann aus, um einen LKW zu kaufen, der dann wiederum in Feierabendstunden zweckendsprechend umgebaut wurde.
Im April 1933 fand die Übergabe des Fahrzeugs an die Gemeinden statt, die sich freundlicherweise bereitfanden, die Unterhaltung des neuen Wagens zu übernehmen. Im Oktober desselben Jahres folgte ein weiteres Requisit, eine lautstarke Sirene.

So gingen die Jahre dahin. Regelmäßig wurde geübt und ebenso regelmäßig waren die beliebten Feuerwehrfeste, die den Zusammenhalt festigten und die echte Männerkameradschaft förderten. Die Bewährungsproben bei manchem Brand und anderen schweren Unglücken  blieben leider nicht aus; aber trotz der relativ mäßigen Ausrüstung konnte man doch immer wieder Einsatzfreude und Schlagkraft unter Beweis stellen und zur Verhinderung vieler Schäden beitragen.