Die Gründung

Es war der 21. Januar 1931, als ein langgehender Wunsch, der gleichzeitig einer Notwendigkeit entsprach, in die Tat umgesetzt wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Borgholzhausen Bahnhof wurde gegründet. Aus diesem Grunde versammelten sich eine Anzahl verantwortungsbewusster und der Allgemeinheit sich verpflichtet fühlender Männer bei dem Kameraden Hermann Walkenhorst, um die Satzung festzulegen, die die Handhabe für die Aufstellung einer Wehr geben sollte.
Es verpflichteten sich 20 Männer spontan zum Kampf gegen den „Roten Hahn“.

Daß man trotz des damals schon hohen Standes der Technik erst einmal mit primitivstem Gerät auskommen musste, wurde in Kauf genommen. Man war erst einmal froh darüber, auf eigenen Beinen zu stehen und deshalb wurden die vom Löschverband der Gemeinden Berghausen, Oldendorf und Ostbarthausen freundlicherweise zur Verfügung gestellten Geräte dankend angenommen. Das Hauptlöschgerät, eine Handdruckspritze aus der Zeit der Jahrhundertwende, kam aus Holtfeld. Sie wurde zunächst beim Bauern Bohle in Berghausen untergestellt.

Es fehlte zu der Zeit eigentlich an allem. Die Gemeinde und auch des Amt hatten kein Geld für die Feuerwehr. So griffen die Kameraden in die eigene Tasche und bestellen beim Schneidermeister Peters die Uniform. 40 Mark kostete die Jacke, die Hose gab es für die Hälfte.

Um ein eigenes und zentral gelegenes Gerätehaus zu bekommen, mietete die Wehr schon bald einen alten Kohlenschuppen der Reichsbahn und baute diesen im freiwilligen Arbeitseinsatz aller Kameraden zu einem einfachen, aber brauchbaren Domizil aus. Ein eigenes Heim hatte man nun, aber die alte Spritze, sie bereitete doch einiges an Kopfzerbrechen. Sie reichte einfach nicht mehr aus, vor allem, da sich der Löschbezirk bald auf sämtliche acht Gemeinden des südlichen Amtsbezirks erstreckte.
Was tun? Guter Rat war nicht teuer, doch das Geld war mehr als knapp. Aber was half es, eine neue Spritze musste her. Darum wurde ein Entschluss gefasst und die Anschaffung einer Motorspritze TS 8/8 einstimmig beschlossen. Da die „Öffentliche Hand“ ihre Zahlungsunfähigkeit bekannte, blieb nichts anderes übrig, als eine Sammlung unter den Einwohnern durchzuführen. Man gab nach besten Kräfte, aber als Kassensturz gemacht wurde, reichte es doch bei Weitem noch nicht. Was blieb den treuen Wehrmännern anderes übrig, als wieder mal kräftig in die eigene Tasche zu greifen, um zu der so notwendigen Motorspritze zu kommen.