Technische Hilfe II

Der vorletzte AG-Termin in diesem Schuljahr stand heute wieder unter dem Motto "Technische Hilfe"! Nachdem in der letzten Woche der GW-S etwas kennengelernt werden konnte und auch einige Knoten und Stiche vermittelt wurden, ging es heute darum, das Wissen von letzter Woche zu vertiefen und in der Praxis anzuwenden.

2011-06-01_002Um dieses Vorhaben zu realisieren, hatten die Betreuer weder Kosten noch Mühen gescheut und ein ganzes Schrottauto - oder zumindest dessen Beifahrertür - mit zur Gesamtschule zu bringen. An diesem konnten sich dann die Schülerinnen und Schüler nach einigen Vorbereitungen mit hydraulischem Rettungsgerät nach Herzenslust auslassen.

Zuvor mussten jedoch noch ein paar andere Dinge bereitgelegt, -gestellt und in Gang gebracht werden. Zuerst legten die AG-Teilnehmerinnen und -teilnehmer die von letzter Woche bereits bekannte Bereitstellungsplane an ihren Platz und platzierten anschließend diverse andere Ausrüstungsgegenstände vom GW-S auf ihr. Darunter waren unter anderem Decken, Patientenhelme, hydraulisches Rettungsgerät, Unterbauholz, Werkzeugkasten, Sanitätskasten und Scheinwerfer.

2011-06-01_001Nachdem die Bereitstellung so reibungslos funktioniert hatte, wurde noch einmal durchgesprochen, wofür die einzelnen, sich nun auf der Plane befindlichen Ausrüstungsgegenstände überhaupt im Einsatz benötigt werden: Da wurde unter anderem festgestellt, dass auch bei relativ hohen Außentemperaturen Decken für die Personen im Fahrzeug bereitgelegt werden, da diese auch bei solch einem Wetter schnell auskühlen können. Außerdem besteht dann noch die Möglichkeit, sie mit einem bereitgelegten Scheinwerfer zu wärmen.

2011-06-01_004Da zum Betreiben eines solchen Scheinwerfer auch noch elektrischer Strom benötigt wird, wurde nun der tragbare Stromerzeuger in Stellung gebracht und in Betrieb genommen. Dabei wurde auf der einen Seite der Scheinwerfer für den Patienten angeschlossen, auf der anderen Seite aber auch die Motorpumpe für die hydraulische Schere und den Spreizer.

Beide Geräte konnten dann auch, nachdem sich alle Schülerinnen und Schüler mit entsprechender Schutzkleidung ausgestattet hatten, sofort in der Praxis am "Auto" ausprobiert und erprobt werden. Dabei wurden sie immer durch einen Feuerwehrmann unterstützt, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand und ihnen beim Führen der doch relativ schweren Gerätschaften behilflich war.

Als dann alle AG-Teilnehmerinnen und -teilnehmer einmal sowohl mit der Rettungsschere, als auch mit dem -spreizer Hand am "Auto" angelegt hatten, war die AG-Stunde leider auch schon wieder vorbei und die Schülerinnen und Schüler traten fröhlich und zufrieden ihren Heimweg an.

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Mit einem so genannten Federkörner wurde die Seitenscheibe nach dem Abkleben (siehe oben) zerstört. So wäre im Ernstfall ein schneller Zugang zu Fahrzeuginsassen möglich
 
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Wie durch Butter schneidet die hydraulische Schere den Rahmen der Autotür entzwei.